Text Cynthia Mira, Fotos Procap
Seit Januar 2026 pflegen Procap Schweiz, PluSport Behindertensport Schweiz und die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) das Bildungsangebot gemeinsam. «Die ersten 100 Tage haben deutlich gezeigt, dass wir mit der Bündelung unserer Kräfte einen echten Mehrwert für den Behindertensport schaffen konnten. Die hohe Nachfrage und die positiven Rückmeldungen bestätigen unseren eingeschlagenen Weg», sagt Daniela Loosli, Geschäftsleiterin der IG Sport+Handicap EDUCATION.
Wie gelingt es beispielsweise, Unihockey für Menschen mit Behinderungen attraktiv zu gestalten? Und wie lässt sich die Freude am Schwimmsport für Personen mit wenig Wassererfahrung vermitteln? Gemeinsam erprobten angehende Trainer*innen im Mai vereinfachte inklusive Spiel- und Übungsformen. «Es ist schön, zu sehen, wie motiviert alle sind. Und mich freut es immer wieder, dass die Inputs für Menschen mit Behinderungen – einer Gruppe, die im Sport oft zu wenig berücksichtigt wird – mehr Bewegung ermöglichen», sagt Simona Vallan, die den Kurs leitete und für Procap tätig ist. Regelmässige Sport- und Bewegungsangebote seien die Grundlage für die allgemeine Gesundheitsförderung.
Wie wichtig diese ist, zeigte auch das Projekt «Wohnheim mobil», ein Versuch des Innovationslabors Lab7x1 des Bundesamts für Sport (Baspo). Die 2025 beendete Procap-Studie wies nach, dass Bewegung in Schweizer Wohninstitutionen deutlich zu kurz kommt. Umso wichtiger ist, dass die Verbände im Behindertensport dem entgegenwirken und ein qualitativ hochwertiges Netzwerk aufbauen. Schliesslich tragen kompetente und freiwillige Trainerteams die Freude an Bewegung in die Hallen und auf Sportplätze.





