Das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV stellte heute anlässlich einer Medienkonferenz die aktuelle Finanzierungsprognose der IV vor. Die neusten Zahlen sind besorgniserregend: Gemäss BSV könnte das Vermögen der IV bereits 2031 aufgebraucht sein.
Die IV ist seit Jahren strukturell unterfinanziert und trägt historische Altlasten. Für Procap ist klar: Die Finanzierungsprobleme dürfen nicht über Leistungskürzungen auf heutige Versicherte abgewälzt werden.
Statt Sparmassnahmen auf Kosten der Versicherten braucht es rasch wirksame finanzielle Entlastungen: Zusatzeinnahmen von mindestens 0.3 Lohnprozentpunkten, die Übernahme der Schuldzinszahlungen gegenüber der AHV durch den Bund sowie weitere befristete Zusatzeinnahmen oder eine Übernahme der historischen Schuld durch den Bund.
Procap setzt sich für eine nachhaltig finanzierte IV ein. Sparmassnahmen auf Kosten von jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen etwa können nicht die Lösung sein. Eine stabile Invalidenversicherung ist die Voraussetzung für Teilhabe, Existenzsicherung und erfolgreiche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen.
Zur Medienmitteilung von Inclusion Handicap Link öffnet in neuem Fenster.
