Intimität und Teilhabe – Sexualität bedeutet Lebensqualität

Als Sexualpädagoge begleite ich Menschen mit Beeinträchtigung dabei, ihre Sexualität zu entdecken und selbstbestimmt zu leben.

Porträt Jan Schirmer
1/1Ich begleite Menschen mit Beeinträchtigung einfühlsam und auf echter Augenhöhe dabei, ihre Sexualität zu entdecken, Grenzen zu spüren und ihr intimes Leben selbstbestimmt zu gestalten. Mein pädagogischer Ansatz setzt auf Begegnung statt Belehrung. Ich arbeite ressourcenorientiert und schaffe Räume, in denen Fragen, Wünsche und Unsicherheiten wertfrei Platz haben. Ob in Einzelbegleitungen, Gesprächen oder Schulungen – kleine Impulse können grosse, nachhaltige Veränderungen bewirken.

Sexualität ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis – sie umfasst Nähe, Zugehörigkeit, Identität und Freude. Für Menschen mit Beeinträchtigung ist sie dasselbe wie für alle anderen: ein zentraler Teil des Lebens, der Würde und volle Aufmerksamkeit verdient.

Dennoch stossen Betroffene auf erhebliche Barrieren. Gesellschaftliche Tabus, fehlende Aufklärung, Abhängigkeit von Betreuungspersonen und institutionelle Strukturen führen dazu, dass ihre Sexualität ignoriert oder fremdbestimmt wird. Diese Lücke hat reale Folgen – für Wohlbefinden, Verhalten und Lebensqualität.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd dieser Weg sein kann. Als ADSler und hochsensibler Mensch habe ich selbst lange gebraucht, um die Mitte meiner eigenen Sexualität zu finden. Genau diese persönliche Reise hat mein Verständnis geprägt und meine Arbeit zutiefst bereichert. Sie ist der Grund, warum ich Menschen mit meinem Portfolio namens «MenschenNah» nicht belehre, sondern wirklich begleite.

Jan Schirmer
Sexualpädagogik – Sexualität trotz Beeinträchtigung

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