Text Cynthia Mira Illustration Pixabay
Wenn die Temperaturen steigen, gibt es kaum einen besseren Ort als das Freibad. Sonne, Wasser und das entspannte Miteinander machen den Reiz aus. Um herauszufinden, welche Anlagen für Menschen mit Behinderungen genügend zugänglich sind, haben Mitarbeitende von Procap Sport verschiedene Badis genauer unter die Lupe genommen. Gespiegelt mit dem Experten Daniel Schmid, der seit Jahren das Schwimmbad-Portal Badi-info.ch betreut, wurde schliesslich eine Auswahl getroffen, die wir Ihnen nachfolgend auflisten:
- Piscine de Bellerive
Avenue de Rhodanie 23, 1007 Lausanne VD - Piscine de la Motta
Chemin des Bains 8, 1700 Fribourg FR - Freibad an der Aare
Römerstrasse 49, 4500 Solothurn SO - Badeanlage Isenlauf
Badstrasse 7, 5620 Bremgarten AG - Piscine du Lignon
Route du Bois-des-Frères 30, 1219 Le Lignon GE - Seebad Romanshorn
Badstrasse 50, 8590 Romanshorn TG - Frei- und Hallenbad Lättich
Lättichstrasse 10, 6340 Baar ZG - Strandbad Baumen
Baumenstrasse 40, 8330 Pfäffikon ZH - Parkbad Seerose
Seegartenstrasse 20, 8810 Horgen ZH - Parkbad an der Murg
Hörnlistrasse, 9542 Münchwilen TG
Neben subjektiven Einschätzungen und dem Einbezug der Umgebung wurden die folgenden Kriterien berücksichtigt: Das Freibad verfügt über einen Rollstuhlparkplatz, einen fixen oder mobilen Poollift, barrierefreie Duschen, Umkleide und Toiletten sowie über ein zugängliches Restaurant.
Warum sich ein Besuch lohnt
Die Badis sind mehr als nur Orte zum Abkühlen, wie Schmid betont. «Freibäder sind multifunktional, sie sind Orte der Erholung, des Sports und der Begegnung. Da passiert immer etwas, und es gibt immer etwas zu beobachten. Zugleich gehören die Bäder in der Schweiz zu unserem Kulturgut, noch mehr als in anderen Ländern.»
Dass dieses Kulturgut heute so sichtbar ist, war nicht immer selbstverständlich. Schmid erinnert sich: Damals, in den 2000er-Jahren, waren die Bäder im Internet kaum vertreten. Mit den ersten Daten und Fotos habe er die Urform der Website Badi-info.ch aufgebaut. Mittlerweile sei sie online zum beliebten nationalen Bäderverzeichnis geworden. Auch das Thema Barrierefreiheit kam als wichtiges Kriterium dazu, um die Inklusion weiter zu fördern.
Die Badis mit all ihren Eigenheiten und Mikrokosmen hätten ihn schon immer fasziniert. Und doch bleibe die Wahl der «richtigen» Badi auch eine Herzensangelegenheit, wie er sagt: «Die Suche nach den reizvollsten Bädern ist aufregend. Das spezielle Flair einer Badi erfasst man bei einem kurzen Besuch jedoch nur oberflächlich. Hier treffen sich Menschen, die sich kennen. Dieses Miteinander ist wichtig. Darum bleibt vielleicht für viele Badegäste die heimische Stamm-Badi mit all ihren Gspänli einfach die Beste und Schönste.»



