Mangelhafte IV-Gutachten: Betroffene kämpfen weiterhin um Gerechtigkeit 

Mangelhafte IV-Gutachten: Betroffene kämpfen weiterhin um Gerechtigkeit 

Im Kassensturz vom 17. März berichten Betroffene von ihren Erfahrungen mit mangelhaften IV-Gutachten der ehemaligen Firma PMEDA. Die persönlichen Geschichten machen deutlich, wie gravierend die Folgen für die Betroffenen sind. Der Beitrag zeigt die drängenden Probleme und die aktuelle politische Situation rund um Neubeurteilungen auf.  

Die Eidgenössische Kommission für Qualitätssicherung in der medizinischen Begutachtung (EKQMB) hat in Stichproben der Jahre 2022 und 2023 PMEDA-Gutachten untersucht, bei denen die Mehrheit gravierende formale und inhaltliche Mängel aufwies.  

Das Parlament hatte eine Motion angenommen, die eine Rechtsgrundlage schaffen soll, damit Versicherte ein Neuprüfungs- oder Revisionsgesuch stellen können. Betroffene sollen die Möglichkeit erhalten, ihren IV-Leistungsanspruch erneut prüfen zu lassen, wenn ihr Entscheid auf einem später als mangelhaft befundenen Gutachten basiert. Kommt ein solches Gesuch zustande, müssten die IV-Stellen die Arbeitsfähigkeit neu prüfen, den Beginn einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit festlegen, berufliche Massnahmen gewähren und Rentenleistungen – unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen – rückwirkend zusprechen. 

Erste Signale aus dem Bundesrat deuten jedoch darauf hin, dass die Umsetzung möglicherweise nur für zukünftige Fälle sowie für jene aus dem Zeitraum 2022-2023 gelten soll. Ältere Verfahren könnten demnach weiterhin nicht überprüft werden. 

Der Betroffene Slady Koch betont im Bericht: «Wir werden nicht ruhen, bis Gerechtigkeit hergestellt ist.» Procap wird das Thema weiterhin eng verfolgen. 

Zum Kassensturz-Bericht vom 17.3.26: Mangelhafte IV-Gutachten: Betroffenen droht Unrecht - Kassensturz - Play SRF Link öffnet in neuem Fenster. 


Zur Übersicht