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Matteo K: Entlastung für die ganze Familie


 

«Wir leben im Rhythmus unseres Sohnes»

Der kleine Matteo öffnet die Tür des Wohnhauses in Courrendlin (JU) und drängt nach draussen, um seine Gäste zu begrüssen. Seine Mutter Jacinta folgt ihm dicht auf den Fersen. Seit zwei Monaten weicht sie ihrem viereinhalb Jahre alten Sohn nicht von der Seite und muss ständig auf der Hut sein, denn er kann nun gehen. «Wir sind sehr glücklich und stolz. Die Ärzte dachten nämlich, dass Matteo niemals laufen wird», freut sich Jacinta.

Umfassende Betreuung und Pflege


Schon als Jacinta kurz nach der Geburt ihren Sohn auf den Arm nahm, spürte sie, dass etwas nicht stimmte: «Ich hatte den Eindruck, er hat in meinem Bauch noch geschlafen und ist noch immer nicht aufgewacht.» Die Ärzte waren aber der Überzeugung, dass sich die Mutter umsonst sorgte. Erst nach sechs Monaten ordnete der Kinderarzt schliesslich ein MRT sowie Blutuntersuchungen an. Die Diagnose war für die Familie ein Schock: Matteo hat eine Cerebralparese (eine Bewegungsstörung) und eine seltene Mutation des 9. Chromosoms. Durch die Zweifachbehinderung ist der kleine Junge auf umfassende Betreuung und Pflege angewiesen.

Die Familie versucht, ihr besonderes Kind optimal zu fördern: «Wir leben im Rhythmus unseres Sohnes. Unsere Energie setzen wir dafür ein, dass Matteo später einmal möglichst unabhängig leben kann. Dazu benötigt er viele Therapien und intensive Betreuung.»

«Wir kannten uns mit dem Gesetz nicht aus»


Während die Eltern alles dafür gaben, Matteo einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen, versäumten sie es, ihn gleich bei der IV anzumelden. Erst nach zweieinhalb Jahren erhielt Matteo deshalb eine finanzielle Unterstützung. Rückwirkende Zahlungen wurden nicht gewährt. Die Eltern legten zwar Rekurs ein, doch dieser wurde abgewiesen. «Weder kannten wir uns mit dem Gesetz aus, noch mit den exakten Begriffen, die bei einem Antrag verwendet werden müssen», erklärt die Mutter.

Um weitere Fehler mit drastischen Konsequenzen zu vermeiden, wendete sich das Paar an den Rechtsdienst von Procap. Dieser regelt seitdem den administrativen Schriftwechsel der Familie mit den Versicherern und prüft die getroffenen Entscheidungen kritisch. «Dass diese Sorge nicht mehr zusätzlich auf uns lastet, ist eine grosse Erleichterung. Nun verpassen wir keine wichtigen Schritte mehr und erhalten die uns zustehende Hilfe, um Matteo zu begleiten.»

Assistenz als grosse Entlastung


So konnte die Anwältin von Procap erreichen, dass Matteo an einem Nachmittag pro Woche von einer Assistenz betreut wird. Eine grosse Entlastung für die Mutter, die nun etwas mehr Zeit für ihre sechsjährige Tochter Anaïs und auch für sich selbst hat. Helfen Sie uns bitte dabei, Familien mit behinderten Kindern zu unterstützen, damit diese die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre Zukunft erhalten. So, wie es bei Matteo und seinen Eltern der Fall ist.

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Matteo beim Essen mit seinem Vater
 

In Kürze

  • Name: Matteo
  • Alter: 4½ Jahre
  • Gesundheitliche Situation: Cerebralparese (eine Bewegungsstörung).
  • So half Procap: Unterstützung durch den Rechtsdienst. Erledigung des administrativen Schriftwechsels und Organisation einer Assistenz für einen Nachmittag pro Woche.
 

Procap Rechtsdienst in Zahlen

  • rund 2100 behandelte Fälle
  • zusätzlich rund 1100 Stunden juristische Kurzberatungen
  • rund 1900 pendente Fälle
  • rund 20 Mitarbeitende
  • in rund 11 Vollzeitstellen