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IV: Neues Berechnungsmodell bei Teilerwerbstätigen

Ab 2018 wird der Invaliditätsgrad von Teilerwerbstätigen in der IV anders berechnet. Laufende Renten werden von Amtes wegen überprüft. Auch Teilerwerbstätige, die aufgrund der diskriminierenden Berechnungsart bisher keine Rente erhielten, könnten Anspruch auf eine Rente haben.

Teilerwerbstätige Frau mit Kind und Rechner.

Auf den 1. Januar 2018 führt der Bundesrat ein neues Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrades von Teilerwerbstätigen ein. Procap hat diese Änderung mit einer Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg erkämpft. Damit wird die langjährige Diskriminierung von teilerwerbstätigen Frauen beseitigt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert.

Mit dem neuen Berechnungsmodell können teilerwerbstätige Personen künftig eine höhere Rente erhalten. Laufende Renten werden von den IV-Stellen von Amtes wegen überprüft und rückwirkend ab Anfang Jahr der neuen Invaliditätsbemessung angepasst.

Es gibt aber auch zahlreiche Versicherte, die bisher aufgrund der diskriminierenden Berechnungsart einen IV-Grad von unter 40 Prozent erreichten und deshalb keine Rente erhielten. Diesen Personen rät Procap dringend, sich so rasch wie möglich bei der kantonalen IV-Stelle wieder anzumelden, da sie Anspruch auf eine Rente haben könnten. Bei Fragen können sich Betroffene auch an die regionalen Procap-Beratungsstellen wenden.

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