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Altersvorsorge 2020


 

Der Bundesrat will mit einer Reform die Altersvorsorge über das Jahr 2030 hinaus sichern. Procap begrüsst den ganzheitlichen Ansatz, hat aber einige Vorbehalte.

Ganzheitlicher Ansatz positiv

Mit der Reform «Altersvorsorge 2020» will der Bundesrat das Niveau der Altersrenten erhalten. Die Reform weist einen ganzheitlichen Ansatz auf. Dieser sieht vor, die AHV (1. Säule) und die Berufliche Vorsorge (2. Säule) nicht mehr einzeln zu revidieren. AHV und Pensionskassen sollen ausreichend finanziert sein, um gemeinsam das Leistungsniveau zu erhalten. Procap unterstützt diese Vorgehensweise.

Einwände von Procap

Nicht einverstanden ist Procap mit:

  • einer allfälligen Etappierung der Vorlage;
  • der Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8 auf 6,0 %, wenn in der 1. und 2. Säule keine genügenden Massnahmen zum Ausgleich ergriffen und keine Regeln eingeführt werden, die den Gewinn von profitorientierten Lebensversicherern beschränken;
  • dem Umstand, dass Witwen nach einer Übergangsfrist von zehn Jahren den Anspruch auf eine Witwenrente der 1. Säule verlieren könnten. – Ein Beispiel: Der Gatte von Frau M. erkrankte im Mai 1981 an Multipler Sklerose und starb im November 2015. Frau M. konnte ihn bis im Sommer 2014 betreuen. Danach musste sie ihn einem Pflegeheim anvertrauen. Die Kinder waren zum Zeitpunkt des Todes von Herrn M. schon erwachsen. Anders als der Bundesrat hält es Procap für notwendig, dass Frau M. auch zehn Jahre nach dem Tod von Herrn M. weiterhin eine Witwenrente erhält.

Finanzierungsquellen prüfen

Procap regt an, auch andere Finanzierungsquellen zu prüfen, z.B.

  • eine Steuer auf hohen Erbschaften;
  • die Einführung einer Devisentransaktionssteuer (Tobin Tax).
 

 

Leistungen stehen unter Druck

Die Leistungen der Altersvorsorge stehen in der Schweiz mittel- bis langfristig aus zwei Gründen unter Druck: Weil die Lebenserwartung steigt und die Baby-Boom-Generation ins Rentenalter kommt, aber auch wegen der Schwankungen bei den Anlagerenditen. Zur Sicherung und zum Erhalt des Leistungsniveaus schlägt der Bundesrat vor, die AHV (1. Säule) und die Berufliche Vorsorge (2. Säule) nicht mehr einzeln zu reformieren. Neu will der Bundesrat auch mehr Flexibilität beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand ermöglichen. Er hat die Botschaft zur Reform der Altersvorsorge 2020 im November 2014 verabschiedet und ans Parlament überwiesen. National- und Ständerat beraten das Geschäft derzeit.

 

  

  

 

News zur Altersvorsorge 2020

Der Bundesrat hat heute die Botschaft zum Reformprojekt «Altersvorsorge 2020» verabschiedet und dem Parlament zur Beratung überwiesen. Die Reform wird nicht unerhebliche Auswirkungen auf die IV haben.


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