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Wenn Kinder mit Handicap bei alltäglichen Lebensverrichtungen Hilfe benötigen, haben sie möglicherweise Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (HE) der IV. Diese soll die Pflege und Betreuung zu Hause finanzieren. Ist der Aufwand besonders hoch, kann auch ein Intensivpflegezuschlag ausgerichtet werden.

Abklärung des Anspruchs

Ob und wie hoch der Anspruch auf Hilflosenentschädigung ist, wird von den kantonalen IV-Stellen abgeklärt. Dazu prüfen sie, wie stark die Beeinträchtigung des Kindes in folgenden sechs Lebensverrichtungen ist:

  • An- und Auskleiden
  • Aufstehen, Absitzen und Abliegen
  • Essen
  • Körperpflege
  • Verrichten der Notdurft
  • Fortbewegung in und ausser Haus sowie Pflege von gesellschaftlichen Kontakten

Ausserdem wird eine dauernde Überwachung oder besonders aufwändige Pflege angerechnet.

Braucht mein Kind normale Unterstützung, oder liegt eine behinderungsbedingte Hilflosigkeit vor? Um das abzuklären, vergleicht die IV-Stelle die Situation des betroffenen Kindes mit derjenigen eines gesunden Gleichaltrigen. Dafür hat das Bundesamt für Sozialversicherungen Durchschnittswerte ermittelt.

Stufen der Hilflosenentschädigung

Eine Hilflosigkeit leichten Grades liegt vor, wenn das Kind

  • in zwei oder drei der genannten Lebensverrichtungen auf die Hilfe Dritter angewiesen ist, oder
  • einer dauernden Überwachung bedarf, oder
  • einer durch die Behinderung bedingten ständigen und besonders aufwändigen Pflege bedarf.

Eine Hilflosigkeit mittleren Grades liegt vor, wenn

  • in vier oder fünf Lebensverrichtungen Dritthilfe nötig ist, oder
  • das Kind in zwei Lebensverrichtungen auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden Überwachung bedarf.

Eine Hilflosenentschädigung schweren Grades liegt vor, wenn das Kind

  • in allen sechs Lebensverrichtungen die Unterstützung von Dritten benötigt und
  • zudem auf dauernde Pflege oder persönliche Überwachung angewiesen ist.

Anmeldung

Die IV bezahlt eine Hilflosenentschädigung frühestens nach einem Wartejahr. Bei einem Erhöhungsgesuch (Revision) gilt eine dreimonatige Übergangsfrist. Es ist deshalb wichtig, den Anspruch auf Hilflosenentschädigung bei der IV möglichst früh anzumelden oder ein Revisionsgesuch zu stellen. Bitte benutzen Sie unser Online-Formular, um zu berechnen, ab wann ihr Kind anspruchsberechtigt sein könnte.