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Erhöhung des Intensivpflegezuschlags ab 2018

Auf den 1. Januar 2018 wird der Intensivpflegezuschlag (IPZ) für schwerkranke und schwerbehinderte Kinder erhöht. Procap empfiehlt betroffenen Familien, anfangs 2018 zu prüfen, ob die Anpassung von der IV-Stelle vorgenommen wurde.

Schwerkrankes Kind wird zuhause gepflegt.

Der Bundesrat erhöht auf den 1. Januar 2018 den Intensivpflegezuschlag für schwerkranke oder schwerbehinderte Kinder, die von ihren Eltern zu Hause gepflegt werden. Viele dieser Familien stossen an finanzielle Grenzen, denn die heutigen Leistungen der Sozialversicherungen reichen nicht aus, den zusätzlichen Pflege- und Betreuungsaufwand aufzufangen. Dank der Erhöhung des Beitrags werden sie über mehr Mittel für Entlastungsmassnahmen verfügen und können diese frei einsetzen, wo es gerade am nötigsten ist.

Familien, die bereits einen Intensivpflegezuschlag beziehen, müssen nicht aktiv werden, denn der Beitrag wird per 2018 automatisch erhöht. Eine zweite Neuerung betrifft Kinder, die neben dem Intensivpflegezuschlag auch einen Assistenzbeitrag beziehen. Da ab 2018 der Intensivpflegezuschlag nicht mehr vom Assistenzbeitrag abgezogen wird, führt dies zu einer spürbaren Erhöhung der Anzahl Assistenzstunden dieser Familien.

Procap empfiehlt Betroffenen, ab 2018 zu prüfen, ob die Änderung umgesetzt wurde und sich andernfalls bei der zuständigen IV-Stelle zu melden. Bei Schwierigkeiten hilft die regionale Procap-Beratungsstelle weiter.

Hintergrund

Die Erhöhung des Intensivpflegezuschlags geht auf einen Vorstoss von Alt Nationalrat Rudolf Joder (SVP/BE) zurück. Er hat 2012 eine parlamentarische Initiative eingereicht. Diese wurde von Procap Schweiz eng begleitet.

 




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