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13.02.2017 | Bauen

Hindernisfreie Verkehrsräume: Es gibt noch viel zu tun

Die VSS-Norm «Hindernisfreier Verkehrsraum» soll den Planern helfen, die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes zu erfüllen. Auch zwei Jahre nach Inkrafttreten der Norm ist offensichtlich: Es ist und bleibt weiterhin schwierig, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Nicht nur die Art der Behinderung, auch die Kompromissbereitschaft der anderen Verkehrsteilnehmer spielt dabei eine grosse Rolle. Remo Petri von Procap erklärt in einem Artikel des Kommunalmagazins, was es zu verbessern gibt.

Trottoirabsatz in einer Altstadt mit Rollstuhl und Blindenstock

Das Kommunalmagazin berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die Tagung «Hindernisfreier Verkehrsraum» des Vereins Forschung und Normierung im Strassen- und Verkehrswesen (VSS). Ein Thema waren unter anderem die «Killerkanten». Für sehbehinderte Menschen ist eine erhöhte Trottoir-Kante wichtig, da sie als Orientierungshilfe dient. Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator stossen allerdings bei solchen Absätzen an. Wie lassen sich die verschiedenen Interessen unter einen Hut bringen? Wie ist im Planungsprozess vorzugehen, um den teilweise widersprüchlichen Interessen des Denkmalschutzes, des motorisierten und des nichtmotorisierten Verkehrs sowie der Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden?

Gemeinsam ans Ziel

Remo Petri, Ressortleiter Bauen, Wohnen und Verkehr bei Procap trat an der Tagung als Referent auf. In seiner Rede plädiert er dafür, dass Gemeinden bei Bauprojekten, alle beteiligten Interessenverbände von Anfang an miteinbeziehen. Nur so lassen sich die vielfältigen Ziele ohne nachträgliche teure Korrekturen erreichen. Zudem zeigte er auf, wie in einer Altstadt Natursteinpflaster mit einer rollstuhlgängigen Fahrgasse kombiniert werden können.

Zum Artikel im Kommunalmagazin Nr 1 Februar/März 2017

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