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Häufige Fragen
Wie breit muss eine Zugangsrampe bei einem öffentlich zugänglichen Gebäude ausgebildet werden, und welches Gefälle ist maximal zulässig?

In der SIA 500 wird unter der Ziffer 3.5 definiert, wie Rampen in der Erschliessung auszubilden sind. Die Breite von Rampen beträgt generell 1.20 Meter mit einem Gefälle von maximal 6 %. Bei schwierigen Verhältnissen, die das Einhalten der Gefällsvorgaben verunmöglichen oder einen unverhältnismässigen Aufwand bedeuten würden, kann das Gefälle auf die bedingt zulässigen maximal 12 % erhöht werden (z.B. bei bestehender Bausubstanz). Gefälle über 6 % erfordern jedoch beidseits Handläufe (siehe Merkblatt A120 (pdf 26 k)).

Podeste sind grundsätzlich mindestens 1.40 Meter breit auszubilden. In Gebäuden, die mit Aussenraumhilfsmitteln wie Rollstuhlzuggeräte oder Scooter zugänglich sind, müssen die Podeste gemäss Ziff. 3.4.3 verbreitert werden, damit sie mit einem Radius von 1.90 Metern befahren werden können (siehe Merkblatt A121 (pdf 69 k)).

Wie viele Wohnungen müssen in einem Mehrfamilienhaus behindertengerecht ausgebildet werden?

Gemäss der Norm 500 Hindernisfreie Bauten, Kapitel "Bauten mit Wohnungen", müssen alle Wohnungen die Anforderungen gemäss Ziffern 9+10 erfüllen. Die Norm legt dabei die minimalen Abmessungen und die Ausbildung für eine hindernisfreie Ausführung fest, damit die Wohnungen besuchsgeeignet und bei Bedarf für Menschen mit Behinderungen angepasst werden können (siehe Merkblatt A201 (pdf 21 k)). Es ist nicht erforderlich, dass die Wohnungen von Anfang an behindertengerecht ausgeführt werden, im Gegensatz zu altersgerechten Wohnungen (siehe Merkblatt A203 (pdf 54 k)). Wie und welche Vorschriften zur Anwendung gelangen, ist in den kantonalen Gesetzgebungen geregelt. Auskünfte erteilen die Kantonalen Fachstellen.