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Matteo B. - Leben bei der Familie


 

«Wir lieben Matteo, wie er ist.»

Nach der Geburt von Matteo hatte seine Mutter ein seltsames Gefühl. Instinktiv spürte sie, dass bei ihrem Baby etwas «anders» war. Vordergründig schien jedoch alles in Ordnung. Dass er viel schrie, wurde auf Dreimonatskoliken zurückgeführt, die bei Säuglingen häufig vorkommen. Und vorerst konnte niemand sagen, weshalb er seine Augen oft verdrehte. Im Alter von acht Monaten hatte er jedoch plötzlich seinen ersten epileptischen Anfall. Mitten in der Nacht brachte ihn sein Vater ins Kinderspital Visp, von wo er umgehend nach Bern verlegt wurde. Dort bestätigte sich die leise Ahnung der Mutter: Matteo hat schwere cerebrale Behinderungen. Er wird sein Leben lang mit geistigen und körperlichen Einschränkungen leben müssen.

Grosse Unterstützung

«Die Diagnose war wie eine Ohrfeige», so Matteos Mutter Fabienne. Zur grossen Sorge um das Baby kam hinzu, dass Matteo das zweite Kind der Familie war. Zuhause wartete der zweijährige Claudio. Eine belastende Situation. Grosse Unterstützung leisten bis heute die Grosseltern und die Kinderspitex. Vater Thomas kann zudem auf einen loyalen Arbeitgeber zählen. Dieser hat Verständnis für die Notfälle, die leider bis heute immer wieder eintreffen. «Dann kann ich sofort nach Hause – ohne Wenn und Aber.»

Inzwischen ist Matteo fast acht Jahre alt. Er lacht, wenn er geherzt wird. Das Knuddeln liebt und braucht er. Seine Eltern und sein zehnjähriger Bruder Claudio kümmern sich sehr liebevoll um ihn. Matteo benötigt jedoch umfassende Pflege in allen Bereichen: Wickeln, Essen, Anziehen und Körperpflege. Mit Hilfe eines Therapiestuhls kann er zusammen mit der Familie am Tisch sein.

Entlastung durch Treppenlift

Zur Behindertenorganisation Procap kam die Walliser Familie, weil sie im zweiten Stock wohnt und es zunehmend schwierig wurde, Matteo die Treppen hinauf- und hinunterzutragen. Der zuständige Fachmann von Procap plante daraufhin zusammen mit der Familie den Einbau eines Treppenliftes. «Er kümmerte sich um alles: die Planung, das Einholen des Einverständnisses aller Wohnparteien, die Umsetzung und schliesslich auch die Finanzierung durch die Invalidenversicherung. Das entlastete uns sehr», so Vater Thomas.

Matteo tut die frische Luft sehr gut, deshalb geht Mutter Fabienne täglich mit ihm spazieren. Dazu kommen Therapie- und Arzttermine und zweimal wöchentlich die heilpädagogische Schule. Der Treppenlift ist deshalb eine grosse Erleichterung für die Familie.

Ein Sozialversicherungsfachmann von Procap hat zudem dafür gesorgt, dass die Familie einen finanziellen Beitrag an eine Assistenz erhält. Damit stellt die Familie eine befreundete Krankenschwester an, die sich stundenweise um Matteo kümmert. So hat die Mutter auch einmal Zeit für sich und ihr grösseres Kind.

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Der cerebral behinderte Matteo in seinem zuhause
 

In Kürze

  • Name: Matteo B.
  • Alter: 8 Jahre
  • Gesundheitliche Situation: Schwere cerebrale Behinderungen. Wird sein Leben lang mit geistigen und körperlichen Einschränkungen leben müssen.
  • So half Procap: Einbau eines Treppenliftes und Organisation eines Assistenzbeitrages.
 

Procap Bauen in Zahlen

  • rund 2300 überprüfte Baugesuche jährlich
  • rund 1000 Beratungen bei Bauprojekten
  • rund 24 Mitarbeitende schweizweit
  • in rund 11 Vollzeitstellen