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«Die betreute Ferienwoche tut Hanna gut»

Kniend hüpft Hanna auf dem Trampolin. Ihre Haare wippen dabei leicht in der Luft, und sie lacht und quietscht voller Freude. Im Stehen auf dem Trampolin zu springen, wäre für das 14-jährige Mädchen zu gefährlich. Dank einer Hüftoperation kann sie zwar längere Strecken selber gehen, muss dabei aber immer wieder motorische Schwierigkeiten ausgleichen. Dazu kommt, dass sie nur über eine Sehkraft von etwa zehn Prozent verfügt. Das hält Hanna jedoch nicht davon ab, sich viel und schnell zu bewegen. Eigenwillig und mit einer gewissen Selbstverständlichkeit verlangt sie Hilfestellungen, um aufzustehen oder irgendwo hochzusteigen.

Verständigung durch einfache Laute

Hanna kam mit einer Stoffwechselstörung auf die Welt. Dies hatte Auswirkungen auf ihre körperliche und geistige Entwicklung. Weil sie nie sprechen lernen konnte, verständigt sie sich mit ihrem Umfeld über einfache Laute. Glücklicherweise hat Hanna seit vier Jahren keine epileptischen Anfälle mehr. Vorher mussten die Eltern oftmals, wenn die Verkrampfungen nicht aufhörten, mit ihrer Tochter ins Spital.

Die Eltern von Hanna führen einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Obstplantagen. Mutter Gertrud hilft auf dem Hof und ist noch als Elternberaterin tätig. Sobald Hanna aus der Heilpädagogischen Schule heimkommt, gilt Gertruds Aufmerksamkeit ihrem temperamentvollen Kind. Mit viel Liebe und Geduld begleitet sie Hanna nach draussen, macht Ballspiele, geht mit ihr spazieren oder Tandem fahren.

«Wenn ich den Koffer packe, dann strahlt sie»

Bereits zum dritten Mal wird Hanna in der Jugendwoche von Procap zusammen mit anderen Kindern ihre Ferien verbringen. «Wenn ich den Koffer packe, dann strahlt sie, zeigt mit dem Finger auf sich und setzt sich ins Auto», erzählt Gertrud. «Hanna wird in der Ferienwoche mit den vielfältigen Aktivitäten wieder viel Spass haben – sei dies beim Musikmachen, Minigolfspielen, Turnen und Spielen.»

Am Anfang war es schwierig für die Eltern loszulassen, denn die Betreuung von Hanna ist äusserst anspruchsvoll. Die Reiseleitung und die Betreuungspersonen informieren die Familien aber regelmässig darüber, wie es den Kindern geht. «Hanna wird in der Ferienwoche professionell betreut, und wir wissen, dass sie in guten Händen ist», sagt Gertrud. So können sich die Eltern während Hannas Abwesenheit intensiv um die Kirschenernte kümmern und haben am Abend auch einmal Zeit für sich.

«Es ist wichtig, dass sie sich in der Gruppe wohl fühlt»

Als Einzelkind geniesst Hanna vor allem das Zusammensein mit anderen Jugendlichen in der Aktivwoche von Procap. Die Eltern sind froh, dass es dieses Angebot von Procap gibt, denn Hanna wird nie alleine leben können. «Es ist deshalb wichtig, dass sie sich in einer Gruppe wohlfühlt», so Mutter Getrud.

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Hanna und ihre Mutter draussen in der Natur
 

In Kürze

  • Name: Hanna
  • Alter: 14 Jahre
  • Gesundheitliche Situation: Hanna wurde mit einer Stoffwechselstörung geboren, was Auswirkungen hat auf ihre körperliche und geistige Entwicklung. Sie hat Mühe beim Gehen, Sehen und Sprechen.
  • So half Procap: Dank der Aktiv-Ferienwoche von Procap Reisen kann Einzelkind Hanna zusammen mit andern Jugendlichen zusammen sein und herumtoben. Während dieser Woche haben ihre Eltern Zeit für sich.
 

Procap Ferien in Zahlen

  • rund 430 Kunden/-innen gehen pro Jahr mit Procap in die Ferien
  • rund 220 Freiwillige betreuen während dieser Zeit die Procap-Kunden/-innen
  • rund 450 Freiwilligen-Einsätze mit zirka 55'000 Arbeitsstunden werden jährlich geleistet