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3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung«Assistenzbudget für alle»: Selbstbestimmt lebenDer diesjährige 3. Dezember steht unter dem Zeichen der Selbstbestimmung. Die DOK stellt sich klar hinter ein Assistenzbudget für alle. Denn es erhöht durch Selbstständigkeit die Lebensqualität und fördert die Integration. Seit Januar 06 läuft in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Wallis der Pilotversuch Assistenzbudget. Damit erhalten Personen mit einer Behinderung einen finanziellen Beitrag, um ihre Hilfen im Alltag selbst organisieren und bestimmen zu können. Die Evaluation des Pilotversuchs hat den hohen Nutzen auch in den Augen des eidgenössischen Departementes des Innern (EDI) bestätigt. Denn Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und gesellschaftliche Integration erhöhen sich deutlich. Zudem werden die Angehörigen entlastet. Der Bundesrat hat das EDI damit beauftragt, eine entsprechende Vernehmlassungsvorlage für die Anpassung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung auszuarbeiten. Der Bundesrat sieht aber leider vor, Minderjährige und Erwachsene mit vormundschaftlichen Massnahmen aus dem Assistenzmodell auszuschliessen. Dies mit der Begründung, dass diese Personen mit Behinderung nur begrenzt selbstbestimmt leben und die geforderte Eigenverantwortung nicht ausüben können. Eine Ansicht, welche die DOK nicht teilt. Die DOK vertritt die Meinung, dass die im Pilotversuch geltende Regelung weitergeführt werden soll. Demnach kann die Arbeitgeberrolle auch durch eine gesetzliche Vertretung ausgeübt werden. Denn Assistenz muss aus Gründen der Gleichbehandlung für alle Menschen mit Behinderung möglich sein. Assistenz soll darüber hinaus auch allen Altersgruppen offen stehen. Wenn beispielsweise Kinder dank Assistenz bei ihren Familien leben können, ist ihre Chance grösser, in unserer Gesellschaft integriert aufzuwachsen. Am Pilot, der 2009 ausläuft, nahmen 260 Menschen mit teilweise schweren Behinderungen teil. Weitere 120 Personen haben sich auf eine Warteliste eingetragen. In der Beilage finden Sie als ergänzende Information 10 gute Gründe für ein selbstbestimmtes Leben. In der Schweiz organisieren die Mitgliederverbände der DOK rund um den 3. Dezember verschiedene Aktionen, um auf die Anliegen von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren. Ein Veranstaltungskalender befindet sich auf: www.3dezember.ch
Für weitere Fragen und Auskünfte: Adrian Hauser, Mediensprecher Procap, 062 206 88 93, adrian.hauser@procap.ch
Medienmitteilung vom 20. August 2008Nationale Sporttage: Menschen zusammenbringenAm 30. und 31. August 2008 finden in Olten die 45-ten Procap Sporttage statt. Erwartet werden rund 350 Sportlerinnen und Sportler und ebenso viele HelferInnen. Präsident des Organisationskomitees und somit Pate des Anlasses ist Walter Straumann, Regierungsrat des Kantons Solothurn. Die diesjährigen Procap Sporttage in Olten werden am 30. August um 12.00 Uhr eröffnet. Dies einerseits mit diversen Workshopangeboten, andererseits mit einem Schwimmwettkampf. Diese Aktivitäten finden in der Badi Olten und auf den umliegenden Plätzen, wie dem Kulturzentrum Schützi statt. Dabei steht das Kennenlernen von neuen Sportarten im Vordergrund. Wichtig ist für Procap Sport aber auch die Begegnung von Menschen mit und ohne Handicap. Deshalb sind Alle herzlich eingeladen, mitzumachen und neue Sportarten kennen zu lernen. Angeboten werden Sportarten wie Air Jump, Klettern, Rollstuhlparcours, Nordic Walking, Aqua Fit, Trail OL, Volkstanz, Pétanque, Ju-Jitsu und Swinging Emotion. Am Samstagabend findet in der Mehrzweckhalle Kleinholz in Olten ein Abendprogramm mit Essen, Musik und Tanz mit der Partyband smeraldy.ch statt. Am Sonntag, dem traditionellen Sporttag, werden wiederum verschiedene Angebote zur Auswahl stehen. Die TeilnehmerInnen wählen zwischen Plausch und Wettkampf sowie verschiedenen Disziplinen aus. Als Disziplinen stehen zur Verfügung: Walking, 60-, 80- und 800 m Lauf, Weitsprung, Ballweitwurf, Kugelstossen etc. Es steht zum ersten Mal überhaupt ein Netzballturnier für Menschen mit Handicap (11.30 – 13.30 Uhr) auf dem Programm. Den Schluss des zweitägigen Anlasses bilden die Pendelstafette und Gruppenvorführungen. Regierungsrat Walter Straumann, Vorsteher des Bau- und Justizdepartementes des Kantons Solothurn, hat sich als Präsident des Organisationskomitees zur Verfügung gestellt. Damit erhält der Anlass einen prominenten Paten. Weitere Informationen: www.procap-sport.ch (behindertengerechte Website) Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie bitte: Helena Bigler, Leiterin Procap Sport, Tel.: 062 206 88 30, E-Mail: helena.bigler@procap.ch Adrian Hauser, Mediensprecher, 062 206 88 93, adrian.hauser@procap.ch
Medienmitteilung vom 5. Juni 2008Fremdwährungsaktion: Geben Sie uns den Rest!Procap sammelt restliches Feriengeld – und nimmt immer noch alte europäische Währungen entgegen. Ob Euro, Dollar oder philippinischer Peso – mit der schönsten Zeit des Jahres verbindet sich meist auch eine ganze Menge übrig gebliebenes Feriengeld in ausländi¬schen Wäh-rungen. Seit vielen Jahren sammelt Procap Währungen aus allen Ländern für Men-schen mit Behinderung. Mit dem Sammlungserlös finanziert Procap Projekte für Men-schen mit Behinderung – so auch Reise- und Sportaktivitäten. Seien das Trekkings in den Alpen, Polisportlager in der Schweiz, individuelle Ferien oder Gruppenreisen im In- und Ausland: Gerade für Menschen mit Handicap ist es besonders wichtig, einmal aus ihrem oft beschwerlichen Alltag ausbrechen zu können. Noch sammelt Procap auch sämtliche abgelaufenen europäischen Währungen, ebenso wie alle anderen Münzen und Noten von der ganzen Welt. Viele Banken und die SBB-Wechselstuben nehmen ausländisches Geld für Procap entgegen. Natürlich können die Münzen und Noten auch per Post geschickt werden an: Susi Mauderli schickt Ihnen gerne adressierte Fremdwährungscouverts und steht auch für weitere Informationen zur Verfügung: Susi Mauderli, 062 206 88 88 oder susi.mauderli@procap.ch, www.procap.ch PC 46-1809-1
Medienmitteilung vom 16. Mai 2008 Politische Verantwortung, freie Arztwahl, Pflege für alle: NEIN zum Verfassungsartikel zur KrankenversicherungDer Zentralvorstand von Procap hat zur Abstimmungsvorlage über die Krankenversicherung vom 1. Juni die Nein-Parole gefasst. Procap, die grösste Selbsthilfeorganisation für Behinderte in der Schweiz, stellt sich damit gegen die drohende Entsolidarisierung in der Pflege und engagiert sich für freie Arztwahl und gesundheitspolitische Verantwortung der Kantone. Das 1996 eingeführte allgemeine Obligatorium in der Krankenversicherung hat sich gerade für ältere, behinderte und chronisch kranke Menschen als wichtig erwiesen. In der Verfassung soll nun eine Lockerung geschaffen werden, die dem Parlament erlaubt, das Obligatorium generell oder für einzelne Bevölkerungsgruppen aufzuheben. Damit wird der Zweiklassenmedizin und einer Selektion gemäss Höhe des Risikos Tür und Tor geöffnet. Sowohl die Kosten der medizinischen Behandlung als auch jene der Pflege sind heute versichert. Der neue Verfassungsartikel unterscheidet nun deutlich zwischen Behandlung von Krankheiten und Bedarf nach Pflege. Damit kann die Pflege aus der Liste der Leistungen gestrichen werden. Diese Regelung wird vor allem Personen treffen, die auf dauernde Pflege durch die Spitex oder ein Pflegeheim angewiesen sind. Procap ist klar der Meinung, dass Pflege allen zustehen soll. Die Krankenversicherung soll sich künftig nach den Prinzipien des Wettbewerbs und der Transparenz orientieren und ihren Kassen freistellen, mit welchen Ärzten und Leistungserbringern sie zusammenarbeiten. Der Grundsatz der freien Arztwahl wird aufgehoben. Die Kassen werden sich vor allem an jene Ärzte halten, die effizient und kostenschonend arbeiten. Ärzte können dies aber genau dann nicht tun, wenn sie chronisch kranke oder behinderte (also aufwendigere) Patienten betreuen. Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung werden damit zu „unbeliebten Patienten“ und finden unter Umständen keinen Arzt. Heute finanzieren die Kantone einen grossen Teil der Kosten von öffentlichen und öffentlich subventionierten Spitälern, Spitexorganisationen und Pflegeheimen. Künftig sollen sie diese Leistungen (zurzeit rund acht Milliarden jährlich) nicht mehr an die Leistungserbringer, sondern direkt an die Krankenkassen auszahlen. Damit geben die Kantone Kontrolle und Angebotssteuerung aus der Hand, ihre Motivation für die Finanzierung wird leiden und kann zu einem deutlichen Leistungsabbau führen. Dieser schadet vor allem hilfebedürftigen Menschen, möglicherweise aber auch ländlichen Regionen generell. Procap stellt sich als grösste Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Behinderung in der Schweiz hinter die Betroffenen. Die Garantie auf Pflege für alle, die Möglichkeit der freien Arztwahl und die gesundheitspolitische Verantwortung der Kantone sind unabdingbare Elemente einer intakten Gesundheitsversorgung. Der Verfassungsartikel zur Krankenversicherung führt in die falsche Richtung! Weitere Informationen:
Medienmitteilung vom 17. April 2008«Andiamo!»: Breit abgestützte PartnerschaftenAm Sonntag, den 27. April, wird am Murtensee die Saison der slowUp eröffnet. Das Projekt «Andiamo!», das im vergangenen Jahr von Procap Schweiz ins Leben gerufen wurde, konnte sich durch breit abgestützte Partnerschaften erweitern. So wird die Teilnahme an allen slowUp in der Schweiz – ausser der Bergstrecke am Albula – für Menschen mit verschiedenen Behinderungen stark vereinfacht. Prominente Botschafterin für das Projekt ist die Behindertensportlerin Chantal Cavin, die den Medien für Interviews zur Verfügung steht. «Andiamo!», das im vergangenen Jahr als Pilot lanciert wurde, konnte dank Partnerschaften mit namhaften Gönnern und Unterstützern ausgeweitet werden. Darunter sind das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (EBGB), Credit Suisse, die Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind und die Schweizer Paraplegiker Stiftung. Credit Suisse engagiert sich nicht nur finanziell, sondern vor allem in Form von Freiwilligenarbeit. Das Projekt konnte daher von 7 slowUp auf 13 erweitert werden. So räumt «Andiamo!» an allen für Menschen mit Behinderung geeigneten slowUp Hindernisse aus dem Weg. Einzige Ausnahme ist die Albula-Strecke, die sich aufgrund des rauen Geländes für Menschen mit Behinderung grundsätzlich nicht eignet. Die Anlässe ziehen je nach Witterung und Ort bis zu 80'000 Teilnehmende an. Reduzierte Geschwindigkeit, Bewegung und frische Luft, ein umfangreiches Gastro- und Veranstaltungsangebot tragen dazu bei, dass die slowUp so gut besucht sind. Nun dürfen sich auch Menschen mit Behinderung aus der ganzen Schweiz darauf freuen. Die Strecken sind für Velos und Skates geeignet, in der Regel flach und daher auch für Ungeübte einfach zu bewältigen. «Andiamo!» hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Menschen mit Behinderung zu einer Teilnahme zu animieren. Dazu muss eine Teilnahme von Menschen mit Handicap aber erst ermöglicht werden. In der Nähe von Bahnstationen werden spezielle Servicepoints als Empfangs- und Informationsstelle eingerichtet, an denen spezielle Streckenbeschriebe bezogen werden können. Alle Strecken werden zuvor von Rollstuhlfahrenden getestet und auf problematische Zonen wie Steigungen, behindernde Bodenbeläge und Engstellen untersucht. Auf den Strecken kursieren fliegende Helfer, die bei Bedarf Unterstützung bieten können. Unsicheren Personen wird aber empfohlen, sich für den ganzen Parcours eine Begleitung reservieren zu lassen. Ebenso werden an den Strecken genügend Behinderten-WCs bereit gestellt. An den Servicepoints können durch die Zusammenarbeit mit Rent a Bike zudem verschiedene Spezialfahrzeuge gemietet werden: Draisin Plus, Tandem und Twister. Die Fahrzeuge sollten idealerweise im Vorfeld auf der Website von «Andiamo!» (www.procap-andiamo.ch) angeschaut und gleich vorreserviert werden. Auch eine Begleitperson kann man sich auf der Website reservieren lassen. Auf der Website befinden sich zudem viele Detailinformationen über die einzelnen Strecken, wie die speziell für Menschen mit Behinderung angefertigten Streckenbeschriebe und Karten. Prominente Botschafterin für «Andiamo!» ist die Schwimmerin Chantal Cavin, die sich zurzeit in Peking an den Vorbereitungen für die Palaympic befindet. Sie steht den Medien für Interviews zur Verfügung.
Marianne Läng, Projektleitung «Andiamo!» Procap, 032 328 73 02, marianne.laeng@procap.ch Adrian Hauser, Mediensprecher Procap, 062 206 88 93, adrian.hauser@procap.ch
Medienmitteilung vom 13. März 2008Neuer Trekking-Rollstuhl: Endlich die Berge erleben!Gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelte Procap einen neuen Trekkingrollstuhl. Damit können Menschen mit Behinderung durch die unwegsame Bergwelt gestossen werden und gelangen in Gebiete, die sie sonst nie erreichen könnten. Der protrek eignet sich für Bergtouren sowie für Waldspaziergänge oder kurze Ausflüge in unwegsamem Gelände. Auf der Grundlage umfassender Entwicklungsarbeiten und der Erfahrungen früherer Gebirgstrekkings von Procap Sport wurde mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) das aktuelle Modell entwickelt und ist jetzt für den Einsatz und Verkauf bereit. Durch verschiedene Verstellmöglichkeiten kann er optimal auf spezielle Bedürfnisse der Passagiere angepasst werden. So können Rückenteil, Sitzlänge und Fussauflage unterschiedlich eingestellt werden. Die Sicherung der Passagiere ist durch die mehrfach Verstellbarkeit der 4-Punkt-Gurte absolut gewährleistet. Ein Offroadfahrwerk mit Stossdämpfung und handliches Verstellen der Tragholme macht die Fahrt für die Passagiere wie auch für die Träger zu einem waren Vergnügen. Für den Transport lässt sich der Rollstuhl handlich zusammenklappen, so dass er in einen Kofferraum eines Mittelklassenautos passt. Verkaufspreis: ab CHF 7‘000.–, bezogen werden kann der Trekking-Rollstuhl bei Procap Sport. Drei Bergtrekkings im 2008 Ferien trotz Handicap Infos zum neuen Trekking-Rollstuhl erhalten Sie unter: www.protrek.ch Projektleitung: Technische Auskünfte:
Zur Überischt: Medien-Infos
Procap | Schweizerischer Invaliden-Verband | Froburgstrasse 4 | 4600 Olten Tel. 062 206 88 88 | Fax 062 206 88 89 | Mail Zentralsekretariat | PC 46-1809-1 |