|
BSV-Kamapagne zur Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderung
Bundesrat Burkhalter beweist Fingerspitzengefühl gegenüber Menschen mit Behinderung und stoppt Kampagne des BSV
Procap, mit 20'000 Mitgliedern der grösste Verband von und für Menschen
mit Behinderung in der Schweiz, begrüsst den Entscheid von Bundesrat
Didier Burkhalter, die provokative Sensibilisierungs-Kampagne der
Invalidenversicherung nicht weiterzuführen. Der neue
Departementsvorsteher beweist damit sein Fingerspitzengefühl gegenüber
Menschen mit Behinderung. Denn viele Betroffene fühlten sich durch die
provokativen Aussagen der Kampagne diffamiert und beschimpft. Sie haben
ihren Protest sowohl beim zuständigen Bundesamt für Sozialversicherung
BSV als auch bei den Behindertenorganisationen deponiert.
Procap hatte schon Anfang November kritisiert, dass das BSV mit diesem
Auftritt eine «Sensibilisierung mit dem Holzhammer» betreibe. Zudem war
Procap überrascht, dass bei der Planung der Kampagne offensichtlich die
heftige Reaktion der Betroffenen nicht einkalkuliert wurde. In diesem
Sinne hat Bundesrat Burkhalter nicht nur die unnötigen Provokationen
gestoppt, sondern auch eine wenig professionell vorbereitet Kampagne
abgebrochen. Der Entscheid ist folgerichtig. Procap erwartet nun, dass
die Verantwortlichen des BSV Konsequenzen aus diesem
Kommunikations-Debakel ziehen.
Darüber hinaus hat die missglückte Kampagne aber auch aufgezeigt, dass
die Vorgaben für die Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderung
wenig mit der Realität auf dem Arbeitsmarkt zu tun haben. Für Procap
ist klar, dass man dieses Auseinanderklaffen jetzt endlich mit aller
Offenheit und ohne beschönigte Zahlen diskutieren muss.
Weitere Auskünfte:
Bruno Schmucki, Mediensprecher Procap, Tel. 079 647 01 03
Zum
Seitenanfang
Procap | Schweizerischer
Invaliden-Verband | Froburgstrasse 4 | 4600 Olten
Tel. 062 206 88 88 | Fax 062 206 88 89 | Mail Zentralsekretariat
| PC 46-1809-1
|